Website-Review: Allianz.de vs. Ottonova.de

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Website-Review: Allianz.de vs. Ottonova.de

Bist Du schon mal auf einer Website gelandet, über die Du nur verwirrt die Stirn runzeln konntest? Sehr wahrscheinlich, denn schlechte Websites sind leider allgegenwärtig. Sie machen es einem enorm schwer, die benötigten Informationen zu finden oder zum gewünschten Bereich zu navigieren. 

Du musst Dir stets darüber im Klaren sein, dass Dein Online-Image von den Besuchern aufs Strengste beurteilt wird. Daher ist ein gutes Design obligatorisch. Machst Du es Deinen Website-Besuchern schwer, sich zurechtzufinden, kostet es Dich bares Geld – denn Du lässt Dir schlichtweg neue Kunden entgehen. 

In diesem Website-Review am Beispiel der tradierten Allianz und des Start-ups ottonova zeigen wir Dir, wer es gut und wer es nicht so gut macht. Sprich, wer mit seiner Website tatsächlich neue Kunden ans Land zieht und wer in Sekundenschnelle einfach wieder weggeklickt wird. Im Anschluss kannst Du mit einer Checkliste prüfen, ob Deine Website alle nötigen Elemente enthält, die eine gute Website ausmachen und Dir neue Kunden bringt.

Inhalte

Video: allianz.de vs. ottonova.de

Welche Versicherung konvertiert mehr Besucher auf ihrer Website zu Kunden? Allianz oder ottonova In diesem Video gibt es die schonungslose Abrechnung…

Dein Aushängeschild: der Header

Du hast eigentlich nur 15 Sekunden Zeit, um die Besucher Deiner Seite zum Weiterscrollen anzuregen – und das mit Deinem Header. Er soll Spaß auf mehr machen und ganz klar und eindeutig die Fragen beantworten: 

  • Was sollen Besucher auf Deiner Seite tun?
  • Wie kann Dein Produkt / Deine Dienstleistung das Leben Deines Kunden besser machen?

Hier treffen wir bei allianz.de schon aufs erste Problem:

Allianz header

Man wird den Eindruck nicht los, dass die Allianz so unglaublich viele Angebote hat, dass sie jedes einzelne auf der Homepage verlinken muss, weil man es sonst nicht findet. Doch das ist nicht das allergrößte Problem. 

Stell Dir mal vor, Du hättest kurz irgendwo einen Werbespot der Allianz gesehen und gehst im Anschluss auf die Website, um eine Krankenversicherung abzuschließen. Ja, richtig – wo auf der Seite solltest Du das tun? Was hier am allermeisten ins Auge sticht, ist tatsächlich die Abwesenheit eines klaren und eindeutigen Call-to-Action-Buttons – “Versicherung abschließen” oder auch “Beratung buchen”, wie es ottonova richtigerweise tut:

ottonova header

Die Allianz hat fairerweise nicht alles falsch gemacht: Die Bildsprache mit dem lächelnden Pärchen, das hoffnungsvoll in die Zukunft schaut, ist recht gut getroffen und vermittelt dem Besucher eine klare Vision dessen, wie sein Leben aussehen wird, wenn er das Angebot angenommen hat. 

Die Suchleiste in der Mitte ist auch nicht unvorteilhaft. Aber mal ehrlich: Bei der ganzen Masse an Navigationsfeldern ist sie wohl auch bitter nötig, um wenigstens ein bisschen schneller voranzukommen. 

Leider ist das an der Stelle auch der einzige Lichtblick im Header der allianz.de. Ob man mit einer Versicherung zusammen wohl neue Wege finden möchte? Und wofür überhaupt? Für mich als potenziellen Kunden ist nur eines relevant: Die Versicherung auch abzuschließen. Der “gewitzte” Slogan hilft mir da nicht wirklich weiter. 

Der Kunde und sein Problem

Gleich auf den Header folgt normalerweise eine Sektion, die das Problem des Kunden behandelt und ihm im Idealfall aufzeigt, was er zu verlieren hat, wenn er Dein Produkt / Deine Dienstleistung nicht kauft.  

Perfekt gelöst von ottonova – die Allianz leider komplett am Ziel vorbei. 

ottonova usp

Allianz Themen

Ottonova zeigt sich empathisch und versteht, was den Kunden umtreibt. Die USPs auf einen Blick, und den Kunden in den Mittelpunkt gestellt – perfekt. Die Allianz berichtet dagegen davon, was sie gerade beschäftigt. Ist für den Kunden absolut irrelevant und macht auch nicht unbedingt sympathisch. 

Was die Allianz außerdem verfehlt hat, sind diese zwei Sektionen unten auf der Homepage:

Allianz Sektionen

Der Abschnitt “Produkte” hätte eigentlich ganz nach oben gehört, denn das ist schlussendlich genau das, was den Suchenden auf einer Versicherungswebsite am meisten interessiert. “Häufig aufgerufen” sollte man in die Suche mit einbinden und “Kontakt und Service” hat an der Stelle ganz einfach nichts verloren. 

Und dann nochmal eine Suche? Stimmt, kann ja sein, dass man die zwei vorigen verfehlt hat 😉

Wie´s richtig geht: ottonovas Homepage überzeugt auf ganzer Linie

Es ist schon überwältigend, wie die Allianz als die Grand-Dame der Versicherungen mit einer derart mangelhaften Online-Präsenz daherkommt. Kennt man den Namen, so kommt man mit höchster Wahrscheinlichkeit auf die Seite, um eine Versicherung abzuschließen. Aber auch da hat man´s schwer, denn einen Call-to-Action-Button sucht man vergebens. Und was ist mit den ganzen Besuchern, die nicht wissen, was die Allianz macht? So wie die Dinge stehen, erfahren sie es auch nach dem Besuch der Website nur auf Biegen und Brechen. 

Als Newcomer im Bereich Versicherungen macht ottonova alles richtig, was man richtig machen kann. Naja, fast alles. Bis auf ein paar überflüssige Elemente im Gesamterscheinungsbild – die aber auch nicht weiter störend sind – treffen sie den Nagel auf den Kopf. 

Die Mehrheit, die noch nie von ottonova gehört hat, weiß innerhalb von 3 Sekunden, was diese machen. Und weil man sie noch nicht so gut kennt, werden sie wahrscheinlich ein bisschen Probleme damit haben, Vertrauen aufzubauen. Auch da haben sie es gleich zu Beginn richtig gelöst mit einem Social Proof:

ottonova Social Proof

Im nächsten Abschnitt gibt es einen kleinen Punktabzug wegen des etwas schwachen CTA “Tarife ansehen”, aber das empathische Statement “Passend für dich” reißt es wieder raus, da es die Hauptaufgabe einer Website erfüllt – nämlich den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.

ottonova Empathie

Da man einer neuen Versicherung eigentlich nur ungern sein Leben anvertraut, kommt ottonova mit einem weiteren wichtigen Element: Bewertungen. Große Zahlen, Testimonials, kurz gesagt alles, was Du als Social Proof nutzen kannst, solltest Du in einer Sektion auch tun:

ottonova Bewertungen

Ottonova testimonials

Spannend und gekonnt untergebracht ist außerdem der Lead-Generator, den sie als PKV-Rechner haben. Um herauszufinden, wie viel man bei einem Wechsel zu ottonova sparen kann, muss man seine E-Mail-Adresse angeben:

ottonova lead magnet

Fast der beste Move an der gesamten Homepage ist der Catch-All-CTA-Button ganz am Ende, der noch einmal ganz konkret zur Handlung auffordert:

ottonova catch all cta

Insgesamt also ein äußerst gelungener Online-Auftritt eines hippen und doch überzeugend seriösen Start-ups in der Versicherungswelt. Sie wissen ganz genau, wie es geht und müssen sich um neue Kunden mit Sicherheit keine Sorgen machen. 

Wir würden 9 von 10 Punkten vergeben. Für die vollen 10 würden wir noch gerne sehen:

  • Produkt- und Preisoptionen
  • den ein oder anderen Textblock für die Vielleser
  • ein Video  

Die Checkliste für Deine Website

Um erfolgreich zu sein und gut zu konvertieren, braucht Deine Website 11 Elemente. Es sind ziemlich genau die 11, die ottonova so gut umgesetzt hat, mit ein paar kleinen Abweichungen in der Reihenfolge, die Dir selbstverständlich auch freisteht. 

Während Du Deine Website aufbaust, kannst Du die Elemente der Reihe nach abhaken:

  • Header: übersichtliche Schaltflächen, die Interesse wecken und zum Weiterscrollen anregen
  • Problem: Was ist das Problem Deiner Kunden und was haben sie zu verlieren, wenn sie nicht von Dir kaufen?
  • Value Proposition: Liste die Benefits und nicht die Features Deines Angebots auf.
  • Du – der empathische Berater: Verdeutliche mit einem mitfühlenden Statement, wie sehr Dir jeder einzelne Deiner potenziellen Kunden am Herzen liegt. 
  • Produkt- und Preisoptionen: Liste Deine Preise auf, wenn möglich mit drei Preisoptionen. 
  • Plan: Erkläre in einem 3-Schritte-Plan, wie die Zusammenarbeit mit Dir aussieht. 
  • Textblock: Unerwartet viele Leute lesen gerne lange Texte. Baue sie mit ein. 
  • Lead-Magnet: Biete Deinen Interessenten etwas Werthaltiges im Austausch gegen ihre E-Mail-Adresse an. 
  • Call to Action: Baue ihn so oft wie es geht mit ein. Er soll überall gleich ins Auge springen. 
  • Video: kein Muss, hilft aber enorm beim Vertrauensaufbau. 
  • Junk Drawer: Im Footer Deiner Seite kommen dort alle weiterführenden Informationen zusammen. 

Hier findest Du einen Überblick über unsere Top 20 der B2B-Websites. Sie mit der Checkliste durchzugehen kann eine gute Übung sein – oder einfach mal etwas just for fun. 

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